Schwedische Ostküste gen Süden

Do., 20.07.2017
Es ist soweit, die Entscheidung für den Rückzug gen Süden ist gefallen. Der Wetterbericht verspricht für die restlichen 200sm zum nördlichsten Punkt der Ostsee für die nächsten Tage Nordwind und noch kühlere Temperaturen. Wir tun es dem Norweger gleich, der ebenfalls vorhatte nach Haparanda zu segeln, und fahren gen Süden Richtung Norrbyskär. Hierbei handelt es sich um drei rund zwei Kilometer lange, in Nord-Süd-Richtung parallel verlaufende schmale Inseln, deren Ufer teilweise künstlich begradigt wurden. Sie sind mit Brücken verbunden und an der Westseite ist eine kleine Pier für Sportboote. Auf diesen Schäreninseln befand sich von 1892-1952 eines der größten Sägewerke in Europa. Ein fast konstanter Südwind bringt uns unter Segeln vorwärts, einigen dicken Regenwolken können wir entkommen, aber kurz vorm Anlegen am Steg von Norrbyskär sind die Regenjacken fällig. Nach zwei Stunden klart es kurz auf und wir machen einen kurzen Streifzug durch die Natur. Ende der 50er-Jahre wurde das Sägewerk rückgebaut und die Inseln neu begrünt. Lediglich das Museum und die Arbeiterhäuser, heute Sommerhäuser einiger wohlhabender Schweden, erinnern noch an die Vergangenheit. Bei einem leckeren Bier auf der Terrasse des Restaurants lassen wir den Abend ausklingen, bevor wir uns unter Deck zum Heizlüfter gesellen. Ein geschlossener Regenbogen zeigt sich am Horizont und zwischen dicken Regenwolken schafft es die Sonne zum Sonnenuntergang den Himmel herrlich rot zu verfärben. Es sieht aus, als würde der Wald in Flammen stehen.


Fr., 21.07.2017
Die Sonne erobert sich großzügige Lücken zwischen den Wolken. Man bedenke, dass Hochsaison ist und wir mit zwei Booten am Steg und weiteren drei Booten an Mooringbojen genächtigt haben. Wir frühstücken im Cockpit und machen uns zu einem zweiten Landgang mit Besuch des Museums auf, wandeln entlang der Sommerhäuser auf der Hauptstraße zur Kirche, gönnen uns ein Eis und schlendern gemütlich mit Muffins im Gepäck zum Boot zurück. Da sich kein wirklicher Sommer einstellen will, beschließen wir den Sommer endgültig einzuläuten. Wenn wir jetzt nicht das Schlauchboot aktivieren, wann dann. Die Saison endet hier oben schließlich in 5 Wochen. Also machen wir uns ans Werk. Die Probefahrt gibt Sommerfeeling😊 und bevor die nächsten Regenwolken über uns rüber ziehen sind wir bereits mit dem Grillen fertig👍.

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Sa., 22.07.2017
Das Wetter ist durchwachsen und es weht nur ein laues Lüftchen. Ca. 30sm liegen vor uns auf dem Weg zu den Höga Kusten. Mal schauen, ob wir den größeren Teil unter Segeln zurücklegen können. Nach 10 Stunden kommen wir an unserem ausgesuchten Ziel, der Bucht von Ällviken, an. Der erste Ankerversuch auf ca. 3 Metern Wassertiefe scheitert, der Anker hält nicht. Beim Hochholen kennen wir auch den Grund dafür. Da wir ihn mehrere Meter über den Meeresboden gezogen haben, sitzt er voll von schleimigem Seetang, so dass die ursprüngliche Form nicht mehr zu erkennen ist. Das Säubern haben wir uns einfacher vorgestellt, aber das Zeug ist so zäh, dass wir mindestens zwanzig Minuten dafür benötigen die einzelnen Fäden mit dem Bootshaken abzuziehen😔. Wir treten den Rückzug an und nehmen uns die nächste Einbuchtung vor. An deren Ende befinden sich zwei kleine Stücke Sandstrand und die Wassertiefe beträgt 8 Meter. Das Glück ist auf unserer Seite, der Anker hält. Wir liegen hier mitten in einer Feriensiedlung, recht dicht an einem Haus, aus dem uns Gustav bei der Ankunft mit Hinweis auf seinen Namen begrüßt hat. Die Sonne lässt sich nochmal kurz blicken, so dass wir unseren Anleger im Cockpit bei Musik und herrlichem Sonnenlicht über der Bucht genießen können.
Da es die letzten Tage immer wieder mal geregnet hat, wird es abends sobald die Sonne vom Deck verschwindet schnell feucht. Es fühlt sich schon leicht so wie bei uns im Herbst an.
Gespannt was wir morgen früh mit dem Anker an Bord ziehen, fallen wir in die Koje und versinken in den Büchern.


So., 23.07.2017
Für heute verspricht der Wetterbericht einen durchgehend sonnigen Tag. Hm, ob man dem glauben kann? Wir haben nur einen kurzen Törn bis zum Anfang der Höga Kusten vor uns und lichten um 10 Uhr den Anker. Angesagt sind 2-3 Bft. aus SO. Im Sonnenschein schleichen wir dicht an der Küste entlang. Es ist fast kein Schiff unterwegs. Als wir die äußere Küstenlinie verlassen und in die Schären einbiegen bewölkt es sich mal wieder und etliche Motorboote und Segler tauchen auf. Bor, Zivilisation in Sicht.
Zwischen den Inseln ist es zu einem Seenotfall gekommen. Der SAR und die Polizei sind bereits vor Ort und ein Hubschrauber im Anflug. Der Landeversuch an dem sehr schmalen steinigen Ufer scheitert, so dass der Notarzt vom Hubschrauber abgeseilt wird.
Kurz vorm Hafen berichten zwei Deutsche Segler über UKW der Hafen in Trysunda sei voll. Da es aber erst kurz vor 14Uhr und Sonntag ist, gehen wir davon aus, dass einige Motorboote noch zum Spätnachmittag die Bucht verlassen werden und nach Hause fahren. Somit geben wir unser Ziel nicht auf, sondern steuern die Bucht trotzdem an. Sie ist gut gefüllt, aber es ist nicht hoffnungslos. Den Anker können wir immer noch schmeißen😊. Als erstes folgen wir einem Schweden bis ans Ende der Bucht, wo schon zwei Yachten vor den Privathäusern angelegt haben. Also Fender, Leinen und Heckanker vorbereiten. Kurz bevor zwei Schweden am Steg unsere Leinen entgegen nehmen können bleiben wir im Schlick stecken, es ist zu flach. Also Kommando zurück und den vorderen Anker klar machen. Zwei weitere Segler liegen bereits schon vor Anker. Wir entdecken noch eine Mooringboje gleich neben dem Anleger und fahren die Tiefe ab. 8 Meter, das sieht gut aus, also gehört sie für diese Nacht uns. Hier in Trysunda sind die Nationalitäten mal wieder gemischt (Schweden, Finnen und Deutsche). Kaum sind wir in Trysunda eingelaufen meint es die Sonne bis zum Abend hin wieder gut mit uns.
Mit dem Dingi rudern wir die paar Meter an Land. In der Hoffnung vielleicht doch noch irgendwo an der Küste frischen Fisch oder frisch geräucherten Fisch zu bekommen, machen wir und zu einem Rundgang auf, leider ohne Erfolg👎. Den gibt es wohl nur in der Hochsaison😂, sonst im Discounter.
Dafür schmeckt das Eis. Zurück an Bord kümmern wir uns endlich um den Wasserpass, der mittlerweile grün statt weiß ist. Gegen Abend ist es komplett windstill und die Sonne scheint aufs Deck, also Weg frei für ein kurzes Bad an der Heckleiter👍. Nach dem Grillen ist die Sonne hinter den Baumwipfeln verschwunden und wir in der Koje.


Mo., 24.07.2017
Geweckt werden wir durch leichtes Klopfen am Bug. Es weht kein Lüftchen, aber eine leichte Wellenbewegung ist im Wasser. D.h., wir dümpeln neben der Mooringboje, die ab und zu anklopft. Wie zu erwarten ist es mal wieder bewölkt an den Höga Kusten. Egal, es wird zum Abend hin bestimmt wieder aufklaren😉. Wir frühstücken gemütlich mit geräucherten Lachs im Cockpit und schauen dabei zu, wie etliche Boote an- und ablegen. Gegen Mittag verlassen wir Trysunda, setzen die Segel und lassen uns bei leichtem Nieselregen unserem Ziel entgegen treiben. Wenn schon keine hochsommerlichen Temperaturen herrschen, so bleiben uns wenigstens stürmische Winde hier oben in der Ostsee erspart. Soeben gab es mal wieder eine gale warning von MSI Schweden für das Gebiet um Bornholm über UKW. Um 16Uhr treffen wir in der Bucht von Norrsfällviken ein. Wir wollen in der südöstlichen Einbuchtung neben dem Steg vom Gästehafen ankern. Der erste Versuch misslingt, der Anker rutscht gnadenlos über den Boden und wir fast im Restaurant. Wir fahren in die Nordspitze der Bucht, dieser Platz gefällt Martin jedoch nicht, somit auf zum zweiten Versuch vorm Restaurant. Der Anker hält besser, aber nicht wirklich gut. Klatschende Geräusche sind über dem Meeresboden zu hören. Beim Hochholen ist klar weshalb, diesmal haben wir einen schönen großen kantigen Stein in der Ankerschaufel, den es gilt loszuwerden😂. Den nächsten Versuch starten wir dann doch per Heckanker am Gästesteg des Hafens. Nachdem wir ein paar Worte am Steg gewechselt haben ziehen wir den Heckanker fest und haben in damit an Bord. Es soll einfach nicht sein. Per Dingi starten wir unseren vierten Versuch irgendwie auf dem Meeresboden Halt zu bekommen mit Erfolg. Das Hafengeld ist an der Rezeption vom Campingplatz zu entrichten, eine geniale Anlage, leicht bewaldet uns sehr gepflegt. Das ersehnte Fischrestaurant entpuppt sich als Selbstbedienungsrestaurant und ist durch die Lage am Campingplatz gut besucht.


Di., 25.07.2017
15 Grad, keine Sonne😔. Vielleicht doch einfach liegen bleiben? Wir verschieben die Hoffnung auf sonnigeres Wetter auf morgen. Während wir im Cockpit mit ner Tasse Kaffee vor uns hin drömmeln, kommt ein Angestellter vom Hafenkiosk mit einem Brötchenkorb auf den Steg. Einfach genial wenn man kein Frühaufsteher ist wie wir. Da fliegen einem die Brötchen an Bord😊. Nach dem Frühstück werden die Wassertanks gefüllt, der Staubsauger angeschmissen und klar Schiff gemacht. Ehen halb eins verlassen wir Norrsfällsviken und motoren Richtung Bönhamn. Kein Lüftchen regt sich, was die 15 Grad bei bedecktem Himmel sommerlich erscheinen lässt. Kurz bevor wir in die Bucht nach Bönhamn einbiegen kommt wieder Wind auf. Sollen wir die Segel hissen und weiterfahren? Nein, wir beschließen uns Bönhamn näher anzuschauen. Eine goldrichtige Entscheidung, denn der Wind hält nicht wirklich lange an und das Fischerdorf ist mehr als idyllisch. Wir legen mit Heckanker an und eine Stunde später scheint unerwartet die Sonne😊👍. Als erstes machen wir einen kleinen Rundgang, bei dem wir uns einen Fisch-Snack genehmigen. Da mittlerweile strahlend blauer Himmel ist, machen wir das Dingi klar und starten zur Insel Högbonden, zum höchst gelegenen Leuchtturm in der Ostsee. Bei der Rückkehr ist der kleine Anlegesteg gut gefüllt und leckere Küchengerüche wabern über die Boote😊. Wir setzen uns zum zweiten Mal in das Bistro am Fähranleger und lassen es uns schmecken. Schön, dass man nie weiß wie ein Tag endet, und dieser war überraschend genial👌.


Mi., 26.07.2017
Man glaubt es nicht, aber beim Aufstehen scheint die Sonne und der Himmel ist wolkenlos. Diese Variante hatten wir an den Höga Kusten bislang noch gar nicht👍. Die Gelegenheit wird ausgenutzt. Rauf geht’s auf den Felsen vor uns und mit der Sonne im Rücken werden ein paar schöne Bilder auf den Steg und über die Bucht gemacht😊. Der Wind pfeift in die Bucht und wir legen gegen 11Uhr ab. Den Heckanker haben wir diesmal leider übers halbe Feld hinter uns hergezogen, so dass wir natürlich noch einen anderen Ankergurt hochziehen😏. Zum Glück ist das Segelboot besetzt, man entlastet den Gurt und wir können den Anker einholen. Naja, mal was anderes! Die Maxima haben wir am Heck mit dem Ankergrund mal wieder schön eingesaut. Bei einer gleichmäßigen Windstärke von 4 Bft. segeln wir mit Raumschotkurs gen Lustholmen und treffen dort zum Nachmittag in eine fast leere Bucht ein. Heute waren einige Segler auf dem Wasser, einige mit uns, so dass gegen Abend der kleine Anleger wieder gut gefüllt ist. Wir genießen unseren Anleger in der Sonne, ändern noch die Position der Lazzyjacks und gönnen uns einen leckeren Camembert mit Preiselbeeren und Obstsalat zum Abendbrot. Dies wird für sehr lange Zeit unsere letzte Nacht an den Höga Kusten sein.

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Do., 27.07.2017
Es ist bewölk🙃, aber die Reise geht weiter. Draußen vor die Küste klart es auf und die Sonne lässt sich blicken. Unser angepeiltes Ziel, 50sm südlich der Höga Kusten werden wir wohl bei einer Windstärke von knapp 3 Bft. nicht erreichen. Schau’ n wir mal wie weit uns der Wind vorwärts bringt. Gegen 19Uhr ist es vorbei mit Segeln, wir packen das Tuch ein und biegen an der Küste in die nächste Bucht ein, wo wir den Anker schmeißen wollen. In der ersten tiefen Einbuchtung liegt schon ein Segler vor Anker und wir erhoffen uns dadurch guten Ankergrund. Aber weit gefehlt. Wie schon vor einer Woche zeihen wir die Schaufel über den Grund und haben sie somit beim Hochholen wieder in ein schleimiges Seetang-Paket verwandelt. Mit der Erfahrung vom letzten Mal ist die Schaufel schon nach wenigen Minuten wieder blank und wir ziehen eine Einbuchtung weiter neben die Insel Järn. Hier ist es wie auf einem See, das Wasser spiegelglatt, die Bäume und Häuser spiegeln sich im Wasser. Gegenüber dem Hafen liegen zu unserer Freude zwei Mooringbojen, von der wir uns eine zu Eigen machen😊. Damit ist das Problem gelöst und wir können den Abend mit einem Glas Rotwein genießen.


Fr., 28.07.2017
Morgens um halb sechs steht die Sonne für ein paar Minuten knapp über den Baumwipfeln der Bucht, Zeit für ein paar nette Erinnerungsfotos. Pünktlich zum Ablegen beginnt es zu Nieseln, wir ziehen die kleine Persenning ins Cockpit und zockeln los. Draußen auf See bietet sich ein Einheitsgrau aus Wolken, Küstenlinie und Wasser. Immer mal wieder jagt ein Schauer über uns hinweg. Im Schmetterling ziehen wir die Küste runter, während uns die Wellen gut durchschaukeln. Gegen Nachmittag setzt Dauerregen ein, der Wind lässt kurzzeitig nach, so dass die Yanmarfock dran glauben muss und wir schlussendlich dann wieder im Regen Segeln können. In der Ankerbucht von Agö schnappt uns ein Schwede die letzte der zwei Mooringbojen weg. Wir versuchen zu Ankern, jedoch ohne Erfolg und legen und dann längsseits an den Steg. Die Gebühr für den Gästehafen ist horrend, 20 SKR werden fällig 😂. Nachdem wir uns der Trockenanzüge entledigt haben, bleiben wir noch ein Weilchen unter der kleinen Persennig sitzen und lauschen dem Prasseln auf der Sprayhood. Wäre heute nicht guter Nord- bzw. Westwind gewesen, wären wir bei dem Wetter bestimmt in der Bucht von Järn liegen geblieben. So liegt jedoch ein schöner, etwas feuchter Segeltag hinter uns und das Teak im Cockpit ist wieder sauber👍.


Sa., 29.07.2017
Blauer Himmel, Sonnenschein, fast nicht zu glauben nach dem Einheitsgrau von gestern. Für heute ist Südwind mit 4-5Bft. vorhergesagt, genau was wir jetzt benötigen🙃. Egal, ein Tipp für einen kleinen Hafen mit gutem Restaurant liegt uns am Herzen, Skärså. Obwohl Wochenende ist und wir keine genauen Informationen über die Tiefe der Fahrrinne zum Hafen haben, wagen wir den Versuch. Ein Ausweichhafen wäre Segelvik.
Bevor wir starten können wird das Dingi vom Regenwasser befreit, dort haben sich ca. 50 Liter vom Tag zuvor angesammelt. Die Trockenanzüge hängen bereits im Wind.
Wir verlassen die Bucht von Agö und kreuzen Richtung Skärså. Die letzte Seemeile vorm Hafen ist spannend. Die flachste Stelle in der Fahrrinne wird uns mit 2,1m durch die Logge angezeigt. Wir fahren an kleineren Felsen im Wasser vorbei, auf denen Vögel sitzen bzw. direkt an den Terrassen der Wohnhäuser. Obwohl mehrere Schilder an den nagelneuen Schwimmsteg darauf hinweisen, dass längsseits Anlegen untersagt ist und mit Heckanker senkrecht zum Steg anzulegen ist, hält sich hier kein Schwede daran. Wir werden freundlich von einem Schweden empfangen, bei dem wir uns ganz vorn ins Päckchen legen können. Er meint, dass die kleinen Motorboote nach dem Essen wohl wieder Ablegen würden, und wir dann zurückziehen können. Da dieser Hafen mit seinem Restaurant Albertino jedoch ein sehr beliebter Platz ist, ergibt sich dafür keine Chance, denn sobald sich ein Boot vom Steg gelöst hat, liegt bereits ein anderer in der Lücke, und nach kurzer Zeit sind wir dann auch gut eingebaut. Egal, wir bleiben jetzt erst mal so liegen und schauen dann morgen, wie wir wieder aus dem Hafen kommen.
Am gegenüberliegenden Ufer ist eine kleine Räucherei. Obwohl es schon 18Uhr ist, versuchen wir unser Glück und dies mit Erfolg. Eine Tüte gemischter Fisch, geräuchert, mariniert und eingelegt, findet den Weg in unseren Kühlschrank. Eine Tischreservierung für eine bestimmte Uhrzeit ist im Albertino nicht möglich, man kann sich nur auf eine Liste setzen lassen und wird dann irgendwann aufgerufen. Der Andrang ist groß, überall vorm Restaurant stehen kleine Menschengruppen und warten wie vor einem Parkhaus mit roter Ampel, auf ihren Aufruf😂. Wir vertreiben uns an Bord die Wartezeit mit einem Murphy’s und bekommen anschließend einen schönen Platz auf der Terrasse mit Blick in die Bucht. Das Essen ist wirklich lecker. Hätten wir diesen Tipp nicht von einem Schweden erhalten, dann
Selbst zur Nacht hin wird es draußen nicht feucht und es bleibt angenehm warm. Diesen Tag kann man als perfekten Sommertag bezeichnen.
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So., 30.07.2017
Die Sonne geht auf und färbt den mit Wolken durchzogenen Himmel rosarot. Kaum haben wir unsere Müslischale zur Hand, möchte unser Nachbar ablegen. Ohne die Mithilfe der vor Heckanker liegenden Boote können wir den Hafen jedoch nicht verlassen. Die über die Fahrrinne gespannten Gurte der Anker müssen kurzfristig für unsere beiden Boote gelöst werden😊.

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Eigentlich wollten wir uns in die Bucht von Storjungfrun legen, aber es ist Sonntag, gutes Wetter und noch recht früh, so dass wir um diese Uhrzeit wohl noch keinen der wenigen Plätze ergattern können. Somit entschließen wir uns, wie unser schwedischer Nachbar, nach Segelvik zu motoren.
Die Entscheidung war gut. Der Hafen entpuppt sich als eine wunderschöne Bucht und wir werden sehr herzlich von einem etwas in die Jahre gekommenen Hafenmeisterehepaar empfangen. Gegen Abend vereinnahmen wir das Klubhaus für uns, schieben das angesetzte Weizenvollkornbrot in die Röhre und bereiten das Fleisch und den Schafskäse für das Grillen vor. Gegessen wird auf der Westterrasse mit Blick über die Bucht👍.

Mo., 31.07.2017
Der Tag ist geprägt von viel Sonnenschein und warmem Starkwind aus SW. Anstatt gegen an zu Knüppeln bleiben wir im Hafen liegen und legen einen Gammeltag ein. Zeit die Wäsche auf Vordermann zu bringen, Blaubeeren zu sammeln, Blaubeerkuchen zu backen, zu lesen und uns zum Abendbrot der Beute aus der Räucherei von Skärsö zu widmen. Der geräucherte Lachs und die süßlich eingelegten Strömmlinge zusammen mit Pellkartoffeln sind ein Genuss👍.

Di., 01.08.2017
Der Schwede hält seine Starkwindwarnung weiter aufrecht, somit verlängern wir unseren Aufenthalt in Segelvik um einen weiteren Tag. Unsere Internetseite wurde seit gut 6 Wochen nicht mehr gepflegt. Da uns hier im Hafen eine leistungsstarke Internetverbindung zur Verfügung steht investieren wir etliche Stunde für eine Aktualisierung. Es ist die letzten Tage endlich angenehm warm geworden und der Wind weht uns angenehm um die Ohren. Einem ausgiebigen Sonnenbad steht nichts im Weg😊. Gegen Abend nimmt der Wind ab, somit behalten wir unser gewünschtes Ziel für den morgigen Tag, Axmar Brygga, weiterhin im Auge. Dort soll es ein gutes Restaurant geben. Wir kochen die verbliebenen Blaubeeren ein, schieben ein Sauerteigbrot in den Ofen und genießen die Abendsonne im Cockpit.


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