Christiansø

Sa., 06.05.2017
Beim Erwachen scheint die Sonne aus allen Knopflöchern. Schnell zum Bäcker und dann los. Leider hat sich der Wind in den letzten Tagen verausgabt, so dass nur noch ein leichtes Lüftchen weht, nicht genug um das Segel stehen zu lassen😏. Also muss die Yanmar-Fock ran.


Nach gut zwei Stunden Fahrt legen wir am Ostkai des Südhafens in Christiansø an. Verwundert schauen wir uns an, die dicke Kluft liegt immer noch in der vorderen Koje und wir sind nur im Pullover gefahren. Im Hafen ist T-Shirt-Wetter, ein wirklich herrliches Gefühl stellt sich ein. Die Tagestouristen verlassen pünktlich um 14Uhr die Insel und wir sind bis auf ein kleines Segelboot aus DK die einzigen Besucher😊.

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Wir spazieren über Frederiksø und genießen ein leckeres Tuborg auf der Sonnenterrasse vom Kro. Die Natur ist einzigartig, wo man auch hinschaut tummeln sich Eiderenten mit ihren Küken im Wasser, Uhmm..Ohmm-Töne von sich gebend, oder brüten an der Festungsmauer.

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Zurück an Bord läuten wir die Grillsaison ein. So kann es bleiben!!!. Nach einem Blick auf den Wetterbericht geben wir unser Ziel Utklippan für den nächsten Tag auf, da uns der Wind direkt auf die Nase drückt und wir keine Lust haben 45 Seemeilen zu motoren.
Am Abend gesellt sich noch eine Charteryacht zu uns an den Kai, die ersten Deutschen auf unserer Tour. Ach übrigens, Nadel und Faden haben den Riss im Fenderbezug weitestgehend eliminiert. Die Nähte sehen aus wie grobe Narben, aber es ist wieder ein Einteiler.

So., 07.05.2017
Die ersten zwei Stunden sitzen wir einfach nur an Deck, genießen in der Sonne die Natur und folgen dem beschaulichen Inselleben in der Vorsaison. Zwei Seglelyachten haben den Hafen verlassen, einiges wird für die für drei Stunden eintreffenden Touristen vorbereitet. Ein paar Ornithologen machen sich noch schnell auf den Weg, um die Natur für sich zu haben, und lassen dabei etliche Flaschen vom Vorabend in den Abfalltonnen verschwinden. Wir sprechen hier nicht von Wasserflaschen 😉. Auch wir machen uns auf Christansø zu umrunden, kommen aber nicht drumrum auf dem Rückweg einen pølser zu essen. Winkend wird die tägliche Fähre nach Gudjem verabschiedet und schlagartig stellt sich wieder das Inselidyll ein. Zum Nachmittag sitzen wir bei einem gezapften Tuborg mit den „Ertholmern“ auf der „Restaurant-Terrasse“, eigentlich geschlossen!
Gegen Abend gesellt sich noch eine Segelyacht aus Kaliningrad zu uns in den Hafen.


Mo., 08.05.2017
Heute hat Heike Geburtstag. Von hier aus ❤️-lichen Glückwunsch 🍄☘️🎂.
Da das Wetter nicht zum Aufstehen einlädt, ziehen wir uns nach einer Tasse Kaffe die Bettdecke nochmal über den Kopf. Wir haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht, es klopft höflich mit der Aufforderung für drei Stunden zu verlegen, da das Versorgungsschiff/Fähre wochentags im Südhafen anlegt. Also raus aus den Federn und „action“. Mittlerweile hat der kleine Inselkaufmann geöffnet (10:30Uhr -13Uhr) und wir nutzen die Chance auf Brötchen.
Den restlichen Tag gammeln wir rum. Die Sonne lässt sich zwischendurch nochmal bei frischen 5 Grad blicken.
Abends kommt noch eine deutsche Charteryacht mit polnischer Besatzung in den Hafen. Mehr ist bei dem Wetter noch nicht los auf dem Wasser.
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Di., 09.05.2017
Geweckt werden wir in den frühen Morgenstunden von etlichen Eiderenten-Familien, die an unseren Fenstern der Achterkoje vorbei schwimmen und uns nochmal hautnah am Familienleben teilhaben lassen. Aufbruch bei Sonnenschein nach Sandhamn an der schwedischen Küste. Mal schauen, ob uns der Wind heute bei der Strecke von 55sm unter die Arme greift.

Hm, eher nicht! Haben es ne Stunde mit Kreuzen versucht um Christiansø den Rücken zu kehren, aber da wir die Welle bei der Törnplanung vernachlässigt haben, blieb schlussendlich mal wider nur die Yanmar-Fock. Alternativ wurde uns vom Navi eine Ankunft am nächsten Morgen angeboten. Bei einer Tagestemperatur von 3 Grad und Minusgraden in der Nacht mit Schnee- und Hagelschauern war dies jedoch keine wirklich einladende Alternative.
Unsere Platzwahl am Fischerkai, ohne Schwell und nicht vom Wind an den Kai gedrückt, brachte uns, nachdem wir gerade den Wasserkocher für den Anleger angestellt hatten, in Kontakt mit dem Hafenmeister. Bitte verlegen, alle Gastplätze wären doch frei!
Also das ganze Prozedere von vorn😏. Unsere Platzwünsche berücksichtiget half er uns im hinteren Hafenbecken, man bemerke nicht für Gastlieger gekennzeichnet, beim erneuten Anlegen, nahm Martin mit dem Auto mit ins Hafenmeisterbüro, sprach von einem starken Schneetreiben tagsüber und meinte, dass wir über Nacht wohl Strom für die Heizung bräuchten. Kaum hatten wir alles vertäut, die kleine Kuchenbude zugezogen und unseren Anleger in den Tassen, wurden wir von einem Hagelschauer überrascht. Das „Nutellastreichwetter“ lässt auch die kommende Woche noch auf sich warten😔. Nicht ordentlich abgebundene Fallen erinnern uns in der Nacht daran, dass wir doch mit einer Segelyacht unterwegs sind, wieder einmal raus aus den Federn.


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